Einladung zur Tagung “Familiengründung mit Hilfe Dritter” in Göttingen – jetzt anmelden!

Vom Freitag, den 3. November bis Samstag, den 4. November 2017 wird in Göttingen eine – auch für Kinderwunschpaare und Familien in unserem DI-Netzwerk – sehr empfehlenswerte interdisziplinäre Tagung stattfinden mit dem Titel

Familienbildung mit Hilfe Dritter:

Herausforderungen – Lösungsansätze – Familienrealitäten.

Veranstalter der Tagung sind die Medizinethikerinnen Dr. Katharina Beier und Prof. Dr. Claudia Wiesemann des Institutes “Ethik und Geschichte der Medizin” der Universität Göttingen. Die Tagung wird durch unser DI-Netz und von BKiD mitorganisiert.

Veranstaltungsort: Tagungsgebäude “Alte Mensa” in Göttingen.

Teilnahmegebühr: 70€.

Konferenzsprache: gemischt Deutsch und Englisch.

Inhaltlich geht es um alle Formen der ART, am zweiten Tag allerdings besonders um die Samenspende.  Eltern und Kinder nach Samenspende sind genauso herzlich willkommen wie Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus dem akademischen, reproduktionsmedizinischen oder juristischen Feld. Es gibt viele interessante Vorträge, einige davon auch von Mitgliedern und Ehrenmitgliedern unseres Vereins.

Bei den Vorträgen sind nur Erwachsene zugelassen, für die Kinder steht auf demselben Flur ein gesonderter Raum zur Verfügung.

Vereinsmitglieder bitte beachten: Im Anschluss der Tagung findet die jährliche Mitgliederversammlung des DI-Netzes statt.

Unterkunft: Die meisten Familien aus dem DI-Netz werden vermutlich in der nahegelegenen Göttinger Jugendherberge unterkommen

Programmankündigung:

Im Zentrum dieser internationalen Tagung stehen Verfahren der assistierten Reproduktion, die eine Familienbildung mit Hilfe Dritter ermöglichen. Während die Praxis der Samenspende in Deutschland etabliert ist und auch die Embryonenspende praktiziert wird, sind Eizellspende sowie Leihmutterschaft verboten. Im Ausland werden diese Verfahren gleichwohl auch von Deutschen in Anspruch genommen und werfen hierzulande Folgefragen auf. Insofern selbst etablierte Verfahren wie z.B. die Samenspende nach wie vor umstritten sind – etwa, wenn sie von alleinstehenden Frauen genutzt werden –, ist es das Ziel der Tagung, die spezifischen Herausforderungen einer durch Gametenspende oder Leihmutterschaft ermöglichten Familienbildung herauszuarbeiten. Unter Einbeziehung der Perspektiven von Medizin, Ethik, Recht, psychosozialer Beratung sowie der lebensweltlichen Sicht von Personen, die eigene Erfahrungen mit einer Familienbildung durch Dritte haben, sollen im Rahmen eines international vergleichenden Ansatzes auch entsprechende Lösungen, sowohl aus deutscher als auch europäischer Perspektive, diskutiert werden.

Ablauf:

Freitag, 3. November, 2017

9:00 – 9:15: Begrüßung & Einführung/ Welcome & Introduction

2. INTERDISZIPLINÄRE ZUGÄNGE

MEDIZINISCHE PERSPEKTIVE

9:15 – 9:55: Dr. Andreas Hammel (Erlangen)

Methoden und Herausforderungen der assistierten Reproduktion

ETHISCHE PERSPEKTIVE

9:55 – 10:35: Prof. Dr. Claudia Wiesemann (Göttingen)

Konzepte von Elternschaft im Zeitalter assistierter Reproduktionstechniken/

Concepts of parenthood in the age of assisted reproduction

10:35 – 11:00: COFFEE BREAK

RECHTLICHE PERSPEKTIVE

11:00 – 11:40: Prof. Dr. Eva Schumann (Göttingen)

Rechtliche Herausforderungen bei Familienbildung mit Hilfe Dritter

PERSPEKTIVE DER PSYCHOSOZIALEN BERATUNG

11:40 – 12:20: Prof. Dr. Ruth Großmaß (Bielefeld)

Funktionen, Aufgaben und Grenzen psychosozialer Beratung

12:20 – 13:20: LUNCH

2. AKTUELLE ETHISCHE KONTROVERSEN

EMBRYONEN‐ UND EIZELLSPENDE

13:20 – 14:00: Prof. Dr. Felicitas Krämer (Potsdam)

Ethische Implikationen der Embryonenspende

14:00 – 14:40: Dr. Astrid Indekeu (Huddinge, Sweden)

Women’s experiences of pregnancy and birth after oocyte donation

14:40 – 15:00: COFFEE BREAK

SOLO‐MÜTTER

15:00 – 15:40: Dr. Sophie Zadeh (Cambridge, GB)

Solomotherhood via sperm donation – an empirical perspective from the UK

15:40 – 16:20: Dr. Daniela Cutas (Gothenburg, Sweden)/ Dr. Anna Smajdor (Oslo, Norway)

The ethics of solo reproduction

16:20 – 16:40: COFFEE BREAK

LEIHMUTTERSCHAFT

16:40 – 17:20: Dr. Katharina Beier (Göttingen)

Surrogate motherhood as collective reproduction: ethical challenges and practical implications

17:20 – 18:00: Sayani Mitra (Göttingen)

Failed surrogate conceptions: social and ethical aspects of preconception disruptions during surrogacy in India

 

Samstag, 4. November, 2017

Familienbildung durch Samenspende: Zwischen Normalität und Besonderheit

9:00 – 9:40: Claudia Brügge (Bielefeld)

Familien nach Samenspende: In der Normalität angekommen?

9:40 – 10:20: Dr. Tobias Fischer (Greifswald)

Aktuelle ethische Kontroversen zur Samenspende

10:20 – 10:50 COFFEE BREAK

10:50 – 11:50: Olivia Montuschi & Walter Merricks (London, GB)

Donor conception: family and network perspectives

11:50 – 12:30: Sven R. (Dresden) (moderiert als Live‐Interview: Dr. Petra Thorn)

Samenspende: Perspektiven und Erfahrungen von Kindern

12:30 – 13:30 LUNCH

13:30 – 14:10: Dr. Helga Müller (Frankfurt)

Bis vor Gericht: Auskunftsrechte zur Identität des Spenders

14:10 – 14:45: Dr. Petra Thorn (Mörfelden)

Thirdparty assisted reproduction in Germany – what will the future hold?

[15:00 – 16:30: Mitgliederversammlung des Vereins DI-Netz e.V. – members only]