Neu: Band 3 “Offen gesprochen” aus der Ratgeberreihe des DI-Netzes

 

Olivia Montuschi vom englischen Donor Conception Network hat eine Ratgeberreihe für Eltern geschrieben, die offen mit der Zeugungsgeschichte ihres Kindes umgehen möchten. DI-Netz hat die Ratgeberreihe ins Deutsche übersetzt und gibt die Reihe „Offen gesprochen“ beim FamART-Verlag heraus.

Gerade ist der nächste Band erschienen. Er richtet sich an Eltern mit Kindern zwischen 12 und 16 Jahren. Als PDF ist der Band bei FamART bereits erhältlich, die Druckfassung wird dort voraussichtlich nächste Woche eintreffen.

Aus dem Inhalt:

Die vorangegangenen Bände von „Offen gesprochen“ enthalten bereits eine Fülle von Hinweisen, wie Eltern mit Kleinkindern oder Grundschulkindern über die donogene Zeugungsgeschichte sprechen können. Band 3 gibt nun Anregungen für ein erstes aufklärendes Gespräch mit einem 12- bis 16-jährigen Teenager. Er gibt Tipps zur Vorbereitung auf ein solches Gespräch, schildert Beispiele und erläutert mögliche Reaktionen des Kindes. Eltern werden dazu ermuntert, auch nach dem ersten Gespräch mit dem Jugendlichen weiter im Dialog zu bleiben. Zur Veranschaulichung werden zahlreiche Ideen und Überlegungen anderer Eltern widergegeben, deren Kinder mittlerweile erwachsen sind.

Doch auch Eltern, die ihrem Kind schon in früheren Jahren von seiner Zeugungsgeschichte erzählt haben, finden in diesem Band hilfreiche Hinweise für die Weiterführung des Gesprächs über die DI (= Donogene Insemination = Spendersamenbehandlung). Denn natürlich ist es mit einer einmaligen Mitteilung zur Samenspende nicht getan. Vielmehr geht es darum, einen Dialog mit dem Kind zu eröffnen, der in den folgenden Jahren weitergeführt wird und der mit dem sich weiter entwickelnden Verständnis des Kindes neue Aspekte findet. Der vorliegende Band liefert wichtige Hilfestellungen, die auf die aktuelle Entwicklungsphase des Kindes abgestimmt sind und die Fortsetzung des gemeinsamen Gesprächs erleichtern. Eltern sollten mit ihrem Kind auch dann im Dialog bleiben, wenn das Kind von sich aus das Gespräch zu diesem Thema nicht zu suchen scheint. Zahlreiche Berichte aus dem Alltag von Eltern bereichern diesen Band und geben einen guten Einblick in die Gedankenwelt von Kindern dieser Altersgruppe.

Kinder im Alter zwischen 12 und 16 befinden sich in der Pubertät. Sie durchleben einen großen Umbruch, es ist eine Phase wichtiger Umwälzungen in ihrem Leben. Sie erleben erhebliche Veränderungen an ihrem Körper, in ihrem Denken und in ihrem Selbstverständnis. Damit kann die erstmalige Mitteilung über die Zeugungsgeschichte beim Teenager in eine sehr sensible Phase fallen und sollte gut vorbereitet sein.

Der große Entwicklungssprung im kognitiven Bereich ermöglicht ein tieferes Verständnis der Dinge, so auch der donogenen Zeugungsgeschichte. In dieser Phase setzen sich Teenager ohnehin mit Identitätsfragen, mit Genetik und Vererbung auseinander. Für Kinder, die bereits von der Samenspende wissen, entstehen neue Aspekte für Gespräche darüber und neue Fragen. Nicht nur, dass die Sprache dem Alter des Kindes angepasst werden muss. Es stellt sich jetzt auch die Frage, wer die Kontrolle über die Information haben soll. Wer in der Familie entscheidet, welche anderen Personen noch von der Samenspende wissen sollen?

Hier ein Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

  • Die Entscheidung zur Aufklärung
  • Die Aufklärung vorbereiten
  • Aufklärung
  • Miteinander sprechen
  • Mit anderen sprechen
  • Reaktionen nach der Aufklärung
  • Wer bin ich?
  • Geschwister
  • Gedanken zum Schluss
  • Literatur